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jung&weise Dialog in Wien

30 Jahre Kinderrechts- konvention in Österreich

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Kinder und Jugendliche interessieren sich für die herausfordernden Themen unserer Zeit.

Seit 30 Jahren gibt es die Kinder­rechts­kon­ven­tion und die Bewe­gung Fridays for Future hat ins öffent­li­che Bewusst­sein gebracht, dass junge Menschen sich einen ande­ren Umgang mit dem Erbe der Mensch­heit wünschen.

Die Anlie­gen der jüngs­ten Mitbür­ge­rin­nen und ‑bürger erhal­ten aber zu wenig Gewicht. Entschei­dungs­trä­ger sind selten im Kontakt mit jungen Menschen. In unse­rer Demo­kra­tie haben jene keine Durch­set­zungs­rechte, die indi­vi­du­ell wie kollek­tiv am längs­ten die Folgen gegen­wär­ti­ger Entschei­dun­gen ertra­gen werden. Wie lässt sich das Zusam­men­wir­ken der Genera­tio­nen verbes­sern? Wie können junge Menschen ihre Anlie­gen durch­set­zen? Der jung&weise Dialog soll zur Verstän­di­gung über genera­tio­nen­über­grei­fende Lösun­gen beitra­gen. Auf die Frage: Was wissen wir? soll folgen können: Und so setzen wir es um: Gemein­sam!

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Amiel Merimi, 14 Jahre

Unser Ziel ist es, Möglich­kei­ten für Jugend­li­che und Erwach­sene aufzu­bauen: Sie sollen sich verstän­di­gen können, gemein­sam Ideen entwi­ckeln und diese auch umset­zen. Es ist wich­tig, dass beide Seiten damit einver­stan­den sind. Es ist wich­tig, dass wir uns Gehör verschaf­fen können, wir gehö­ren doch zur Gesell­schaft dazu, wir sollen auch mitent­schei­den können, wie wir unser Leben führen wollen.

Wir möch­ten Möglich­kei­ten bekom­men, uns auf faire Art in der Öffent­lich­keit Gehör zu verschaf­fen, Lösun­gen zu entwi­ckeln: Das kann bis dahin gehen, dass wir auch unsere eige­nen Produkte verkau­fen.

Die jungen Leute im Walgau haben die Sachen nicht verkauft, sondern verschenkt, aber sie woll­ten mit der Herstel­lung von Stoff­sä­cken darauf aufmerk­sam machen, dass man auch ohne Plas­tik auskommt. Das ist nur ein Beispiel. Sie haben auch ein Feld bewirt­schaf­tet und das Gemüse im Orts­zen­trum gegen Spen­den ange­bo­ten. Das animiert auch Erwach­sene, sich dafür einzu­set­zen.

Schon dieses Beispiel zeigt, dass wir die Massen­pro­duk­tion zumin­dest zum Teil ergän­zen können durch das, was wir selbst erwirt­schaf­ten. Man sollte auch in die Stadt gene­rell mehr Natur hinein­brin­gen und eine Co-Exis­­tenz von Pflan­zen und Gebäu­den ermög­li­chen. Das gibt es in ande­ren Ländern schon.

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Wie kann es gelin­gen, zwischen den Genera­tio­nen im alltäg­li­chen Handeln gute Lösun­gen zu entwi­ckeln? Wer jung ist und wer weise? Das zeigt sich immer neu im Inter­esse am gegen­wär­ti­gen Zustand der Welt.

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Viktoria Ganahl, 13 Jahre

Ich finde es wich­tig, dass wir den Schritt vom Denken ins Handeln schaf­fen. Es gibt auch Ideen in den Regio­nen, wie bei uns, nicht nur auf natio­na­ler Ebene. Wir sind noch nicht öster­reich­weit vernetzt, aber wir möch­ten, dass mehr Menschen selbst aktiv werden, dass mehr Menschen selber handeln. Es ist gut zu sehen und zu hören, was die jungen Leute am ande­ren Ende von Öster­reich für Projekte und Ideen haben.

Wir können die Klima­ka­ta­stro­phe alleine nicht verhin­dern oder ganz Öster­reich umkrem­peln. Aber jeder kann auf seiner Ebene das tun, was möglich ist. Die Regie­rung kann ihre Aufgabe machen, aber auch Orga­ni­sa­tio­nen, Gemein­den oder wir im Alltag können einen Beitrag leis­ten. Doch viele Menschen müssen darauf aufmerk­sam gemacht werden, wie bei Fridays for Future. Ich glaube auch, dass es dementspre­chende Gesetz­ge­bun­gen braucht. Viele brau­chen einen Anstoß, um zu handeln. In zwei Tagen ist Natio­nal­rats­wahl. Ich hoffe, dass die neue Regie­rung mehr für den Klima­schutz tut und notwen­dige Maßnah­men ergreift.

Eine Frage, die ich mir manch­mal stelle, ist: Was haben wir für Alter­na­ti­ven? Einfach so weiter­ma­chen wie bisher?

Wir jungen Leute sind die Zukunft und in ein paar Jahren werden wir auch Rollen haben, in denen wir entschei­den müssen.

Das heißt aber auch: Wir können die Zukunft gestal­ten. Es gibt kein Dreh­buch, in dem der Text schon vorbe­stimmt ist. Wir können und wir müssen auch die Zukunft schrei­ben.

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Anläss­lich der 30 Jahre Kinder­rechte in Öster­reich, haben sich 76 junge&weise aus Vorarl­berg, Tirol, Stei­er­mark, Nieder­ös­ter­reich, Wien und Deutsch­land in Wien getrof­fen. Ziel ist, gemein­sam an den Anlie­gen der jungen Leute zu arbei­ten, sich auszu­tau­schen, das Netz­werk zu stär­ken und die Basis für einen Projek­t­um­set­zungs­pro­zess zu legen, der hier seinen Start­punkt auf Bundes­ebene fand. Der Lead liegt bei den jungen Leuten, die mit ihren Themen und Fragen einla­den, gemein­sam Lösun­gen zu suchen.

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Diskri­mi­nie­rung im Alltag – Wie kann man die jungen Leute stär­ken, um gemein­sam gegen Diskri­mi­nie­rung an der Schule vorzu­ge­hen?

Frau­en­rechte – Gleich­be­rech­ti­gung und Gleich­stel­lung in der Gesell­schaft.

Schule – krea­tive Unter­richts­ge­stal­tung für mehr Freude am Lernen. Peer to Peer Projekte zur Förde­rung.

Schule – erhöh­ter Druck durch Beno­tung. Persön­li­cher Bezug, indi­vi­du­elle Beno­tung und Argu­men­ta­tion als Entlas­tung der Schüler*innen.

Schule – Schü­ler­par­la­ment zur Vertre­tung der Inter­es­sen der jungen Leute – Mitge­stal­tung des Alltags.

Mentale Gesund­heit — mehr Schutz und Unter­stüt­zung an den Schu­len – Projekte für mehr Stabi­li­tät und Stär­kung der jungen Leute.

Poli­ti­sche Bildung an den Schu­len für Lehre­rIn­nen und Schü­le­rIn­nen – demo­kra­ti­sche Prozesse in den Schul­all­tag einbin­den.

Kinder­rechte – Infor­ma­tio­nen an an den Schu­len, für Lehrer*innen sowie Schüler*innen – Bewusst machen und Infor­mie­ren, für mehr Mitspra­che der Kinder in ihrem eige­nen Lebens­um­feld.

Tier­rechte – Schutz der Tiere und deren Rechts­lage. Gesetz­li­che Aner­ken­nung als Lebe­we­sen notwen­dig!

Umwelt – Poli­ti­sche Schritte und deren Notwen­dig­keit für einen Wandel in der Klima­po­li­tik.

Umwelt – Das Recht der Kinder auf eine saubere Umwelt. Erwach­sene müssen diese sichern.

Umwelt – Mass­nah­men und Projekte für einen Wandel – im eige­nen Umfeld und global.

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Die jungen Leute geben Einblick in ihre Lebens­um­stände, ein Mani­fest fasst die Schluss­fol­ge­run­gen der Mitwir­ken­den zusam­men. Das Netz­werk Welt der Kinder will einen konti­nu­ier­li­chen Prozess der Meinungs- und Willens­bil­dung beför­dern, der Medien, Gesetz­ge­bung und gesell­schaft­li­cher Praxis Zugang zu besten Forschungs­er­kennt­nis­sen und zu Erfah­run­gen aus dem Lebens­all­tag von jungen Menschen verschafft.

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Um den Bogen über alle Genera­tio­nen zu span­nen, wurde die Veran­stal­tung in Koope­ra­tion mit Superar und dem Dschun­gel Wien abge­schlos­sen. 50 Kinder aus Wien zeigen, was es bedeu­tet, in krea­tive Prozesse und Projekte einge­bun­den zu werden und Menschen mitein­an­der zu verbin­den.

Das gemein­same Singen aller Genera­tio­nen und die State­ments der jungen Leute wirken für ein großes gemein­sa­mes Netz­werk und ein gutes Mitein­an­der.

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