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Zeit der Krise ist auch eine Chance! 

Erfahrungen aus der Zeit von COVID 19.

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Wir werden uns bewußt, wie wir gelebt haben; was blei­ben und was anders werden soll.

Wir geben beson­ders acht auf ältere und gesund­heit­lich belas­tete Menschen. Für Viele hat sich das Leben verlang­samt, andere haben in dieser Zeit beson­ders viel zu tun. Es verstär­ken sich die Unter­schiede zwischen den sozia­len Grup­pen. Unser Mitein­an­der ist hohem Stress ausge­setzt. Gleich­zei­tig wächst an vielen Orten die Hilfsbereitschaft.

Ausge­hend von ihren Hoff­nun­gen, Wünschen und konkre­ten Vorstel­lun­gen fragen wir die Menschen:

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Wie soll es weitergehen? Welche Schritte möchten wir setzen, für eine Zukunft, die wir uns MITEINANDER wünschen?

Anna Dingler, 12 Jahre
Walgau
Anna Dingler, 12 Jahre
Walgau

Ich glaube, dass die Erwach­se­nen in dieser Zeit sehen, dass die Kinder in der Lage sind, Eigen­ver­ant­wor­tung für ihr Tun und ihr Nicht-Tun zu über­neh­men und sehr viel mehr Zeit zum Spie­len brau­chen als ange­nom­men und dass es wunder­bar ist, Kinder begeis­tert beim Lernen zu erle­ben und Home­schoo­ling auch viel Freude berei­tet kann. Ich finde, dass die Erwach­se­nen in Zukunft, besser auf die Umwelt achten soll­ten, dass man nicht immer alles und zu jeder Zeit kaufen kann und mit dem Vorhan­de­nen zurecht­kom­men kann und sie soll­ten sich wieder viel mehr Zeit für ihre Kinder nehmen.

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Jakob Dobler, 16 Jahre
Walgau
Jakob Dobler, 16 Jahre
Walgau

In den letz­ten Wochen war sehr viel auf die Innen­räume verlegt und in den Öffis war fast nichts los, das war schon komisch. Mit der Fami­lie hatte man aber mehr Zeit und man konnte die Zeit zuhause sinn­voll nutzen, da man nicht fort­ge­hen „musste“. Ich bin der Meinung, dass wir auf andere Perso­nen Rück­sicht nehmen, verstärkt mehr aufein­an­der aufpas­sen und mit offe­nen Augen durchs Leben gehen, soll­ten wir beibe­hal­ten. Doch auch mir stellt sich die Frage, wann hört das Chaos wieder auf.

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Julian Gebhart, 16 Jahre
Walgau
Julian Gebhart, 16 Jahre
Walgau

Als IT-Lehr­ling hatte ich es in den letz­ten Wochen sehr stres­sig , da jeder ins Home-Office umstei­gen musste. Auch ich war dann selber einige Tage im Home-Office. Obwohl die Berufs­schule geschlos­sen war, habe ich trotz­dem an diesen Tagen gear­bei­tet. Ich finde für die ältere Genera­tion war die Situa­tion nicht einfach, da sie nicht selber einkau­fen soll­ten und nur einge­schränkt spazie­ren durf­ten. Wir soll­ten aus der Situa­tion lernen, dass wir die Natur respek­tie­ren und in Zukunft weni­ger mit Schif­fen und Flug­zeu­gen unter­wegs sein sollten.

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Lilly Rhomberg, 14 Jahre 
Walgau
Lilly Rhomberg, 14 Jahre 
Walgau

Ich habe in den letz­ten Wochen meine Freunde sehr vermisst. Um Kontakt zu halten, habe ich mehr Zeit am Handy verbracht und um mir die Zeit zu vertrei­ben, bin ich alleine spazie­ren gegan­gen. Mich hat die Frage beschäf­tigt, wie es in der Schule weiter­geht, da ich einen Schul­wech­sel im Herbst habe. Können wir da einfach weiter­ma­chen, wie vor der Pause? Dass alle gleich­zei­tig zuhause waren, war zwar nicht immer einfach, aber die gemein­sa­men Mahl­zei­ten sind schon schön. In Zukunft sollte sich jeder gut über­le­gen, dass man weni­ger mit Autos und Flug­zeuge unter­wegs ist, da das der Umwelt gut tut.

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Patrick Pasqualini, 16 Jahre
Bludenz
Patrick Pasqualini, 16 Jahre
Bludenz

Es war schon lang­wei­lig, die letz­ten Wochen daheim zu sein und die Kolle­gen nicht zu tref­fen. In der Schule sind wir auf Live-Unter­richt umge­stie­gen, das war eine neue Erfah­rung. Außer­dem muss ich mich gut orga­ni­sie­ren und mir alles selber eintei­len. Ich finde das gar nicht so schlecht. Persön­lich beschäf­tigt mich aber, ob ich eine gute Lehr­stelle in dieser Zeit bekomme, da auch Bewer­bun­gen teil­weise nur online ablau­fen. Mich erstaunt, dass die Menschen gut zusam­men­hal­ten und ich finde viele Menschen sind spür­ba­rer freund­li­cher gewor­den, das sollte man aus der Krise lernen.

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Paulina Fraisl, 11 Jahre
Walgau
Paulina Fraisl, 11 Jahre
Walgau

Ich stelle mir die Frage, ob man wirk­lich so viele Sachen braucht. Mir macht es Angst, dass sich viele Menschen anzei­gen, nichts hinter­fra­gen und alles blind machen, was man ihnen sagt. Die Angst, die verbrei­tet wird, macht krank und ich finde, viele reagie­ren zu panisch. Die Leute weichen sogar mir aus. Zuhause sind wir vier Kinder und wir brau­chen viel Unter­stüt­zung, dadurch kam die Arbeit unse­rer Mama zu kurz. Blei­ben sollte die Zeit, die wir gewon­nen haben, um mit der Fami­lie zu spie­len. Ich möchte nicht, dass aufgrund der vielen Aufla­gen, der Plas­tik­müll vermehrt wird.

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Alina Stark, 19 Jahre 
Innsbruck
Alina Stark, 19 Jahre 
Innsbruck

Man muss sich im Moment viel selbst struk­tu­rie­ren, die Zeit eintei­len. Die Kontakte sind nicht selbst­ver­ständ­lich, man muss sich um die Kontakte kümmern. Man ist mehr online, mehr am Handy und am PC. Güns­tig erlebe ich, dass ich neue Sachen auspro­biere (wie z.B. Work­out, Yoga, beim Kochen), acht­sa­mer bin und relax­ter. Mich beschäf­tigt: Wie man die Span­nung zwischen dem Gemein­sa­men und den persön­li­chen Frei­räu­men als Fami­lie und im Weite­ren als Gesell­schaft hinbe­kom­men kann.

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Leander Stark, 23 Jahre 
Innsbruck
Leander Stark, 23 Jahre 
Innsbruck

Der Alltag ist nicht so viel­schich­tig im Moment. Die Heraus­for­de­rung ist, es nicht eintö­nig werden zu lassen. Der Alltag muss struk­tu­riert werden, die Alltags­kon­takte sind redu­zierte, aber auch konzen­trier­ter. Mich beschäf­tigt: wie kann man über­haupt und gerade in diesen Zeiten offen und mutig bleiben.

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Pauline Biedermann, 15 Jahre
Satteins
Pauline Biedermann, 15 Jahre
Satteins

Ich hatte in den letz­ten Wochen endlich Zeit meine vielen Ideen umzu­set­zen. Ich habe einen Hühner­stall, eine Schau­kel und einen Tisch gebaut und habe immer neue Ideen. Die Dinge für die Schule erle­dige ich am Vormit­tag und am Nach­mit­tag bin ich drau­ßen bei den Tieren am Hof. Da ich einen Schul­wech­sel vor mir habe, stelle ich mir die Frage, ob ich mich schu­lisch noch verbes­sern kann. Außer­dem habe ich nicht wirk­lich verstan­den, warum die Menschen am Höhe­punkt der Krise so viele Hams­ter­käufe mach­ten, obwohl es genug Nahrung gab. Posi­tiv fand ich, dass die Leute mehr zusam­men halten und wie gut das funktioniert.

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