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Kindheit und Trauma II

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12. – 14. Okto­ber 2001
Bildungs­haus Batschuns/​Vorarlberg

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Was geschieht, wenn Kinder Gewalt erfah­ren? Welches sind die Auswir­kun­gen von schwe­ren Verlet­zun­gen – in der Lebens­li­nie des Kindes, in seinen verschie­de­nen Lebens­pha­sen, im Leben der Nach­fah­ren? Wie sind die Systeme, in denen Kinder aufwach­sen von diesen Fragen betrof­fen?

Welche Spra­chen hat ein Kind, um seinen Erfah­run­gen Ausdruck zu verlei­hen? Welche Bedeu­tung hat dieser Ausdruck? Welche Ressour­cen hat ein Kind, wie sieht Heilung aus, wie die thera­peu­ti­sche Inter­ven­tion?

Wie müssen wir fragen, wie die Fragen formen, um vom Kind her zu spre­chen, nicht über das Kind zu spre­chen, sondern mit und vom Kind her zu fragen, zu sein?

Wir stel­len Fragen. Wir stel­len Fragen, um zu Fragen zu kommen.

Wir versu­chen, der Wirkung von Gewalt im Leben der Kinder nach­zu­ge­hen, um Heilen­des heraus­zu­kris­tal­li­sie­ren, um Möglich­kei­ten auszu­lo­ten, Gewalt vorzu­beu­gen.

Wir versu­chen zu diffe­ren­zie­ren: Das Spezi­fi­sche der Gewalt­er­fah­rung im Entwick­lungs­pro­zeß von Kindern — im Verhält­nis zur Summe stören­der Einflüsse ande­rer Genese.

Das Abmes­sen der Lebens­spanne eines Menschen, der trau­ma­ti­schen Erfah­run­gen ausge­setzt ist und ausge­setzt war – in seinen kurz‑, mittel- und lang­fris­ti­gen Folge­wir­kun­gen — auf dem Hinter­grund der jewei­lig verschie­den­ar­ti­gen kultu­rel­len Kontexte.

Wir nähern uns dem Thema schu­len­über­grei­fend, unter gleich­zei­ti­ger Berück­sich­ti­gung des Welt­bil­des der jewei­li­gen Thera­pie­rich­tung.

Wir fragen nach gesell­schafts­po­li­ti­schen Erfor­der­nis­sen und Verant­wort­lich­kei­ten, nach der Verant­wor­tung sozia­ler Netz­werke, nach grenz­über­schrei­ten­den Verant­wort­lich­kei­ten. Wir suchen nach der Möglich­keit, im Kontext des Themas, mit Sicht auf die Leiden der Kinder, soli­da­risch zu sein, Verant­wor­tung zu über­neh­men und zu tragen, in dieser Welt, mit dem Wissen um die Gescheh­nisse auf dieser Welt.

Eine Veran­stal­tung des Vereins WELT DER KINDER in Zusam­men­ar­beit mit: Bildungs­haus Batschuns, Cari­tas der Diözese Feld­kirch, Insti­tut für Sozi­al­dienste, SOS-Kinder­dorf, Vorarl­ber­ger Kinder­dorf

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»Dónde está el niño que yo fui, sigue adentro de mí o se fue?

Wo ist das Kind, das ich gewesen, ist es noch in mir oder fort?«

Pablo Neruda