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WIR — gemeinsam für eine Welt der Kinder

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20. Novem­ber 2020

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Die Orga­ni­sa­tion Welt der Kinder ist seit 20 Jahren in Vorarl­berg tätig. Insbe­son­dere durch das inter­na­tio­nale Sympo­sium „Kind­heit, Jugend & Gesell­schaft“ ist sie weit über die Gren­zen bekannt. In Vorarl­berg liegt ein wesent­li­cher Fokus auch darauf, junge Menschen in der Mitge­stal­tung ihrer Lebens­räume zu beglei­ten (siehe www​.welt​der​kin​der​.at).

In beiden Feldern wurde mit einem Netz­werk von System­part­nern eine Struk­tur aufge­baut. Diese ermög­licht es, breit­ge­fä­chert Inhalte zu erfas­sen und in wieder­keh­ren­den, genera­ti­ons­über­grei­fen­den Diskurs­for­men zugäng­lich zu machen. Gemein­sam werden Lösungs­an­sätze entwi­ckelt und umge­setzt.

Im Austausch mit Vertreter*innen verschie­de­ner Fach­dis­zi­pli­nen werden die Grund­an­nah­men der jewei­li­gen Diszi­plin aus einer umfas­sen­den Sicht infor­miert und in der Folge gesell­schaft­li­che sowie sozi­al­po­li­ti­sche Impulse gesetzt. Verschie­dene Perso­nen­grup­pen nehmen über den öffent­li­chen Diskurs Einfluss: Junge Leute brin­gen ihre Erfah­run­gen ein, Vertreter*innen verschie­de­ner Profes­sio­nen (das ‚profes­sio­nelle Dorf‘ im Sinne einer ‘boundary orga­niz­a­tion’) und Expert*innen tragen über ihr Fach­wis­sen zum pluri­per­spek­ti­vi­schen Diskurs bei. Gemein­sam werden Hand­lungs­fol­gen und Formen des Zusam­men­wir­kens in den Blick genom­men und neue Heran­ge­hens­wei­sen erprobt.

Auch in Tirol laden unter­schied­li­che Seiten zu einer solchen Vorgangs­weise ein. In der ersten Phase des Programms sollen mit jungen Leuten und mit unter­schied­li­chen System­part­nern Voraus­set­zun­gen für psychi­sche Gesund­heit und Auslö­ser insbe­son­dere von psychi­scher Gewalt erfasst werden. Im Kontext dazu werden Vorgangs­wei­sen iden­ti­fi­ziert und (weiter-)entwickelt, die
beitra­gen, leid­er­zeu­gende Umstände wegzu­neh­men. Es sollen Zugänge öffent­lich bekannt gemacht, konstruk­tive Verhal­tens­wei­sen gestärkt und Räume geschaf­fen werden, in denen eine gleich­wür­dige Koope­ra­tion zwischen den Genera­tio­nen sowie den gesell­schaft­li­chen Grup­pen exem­pla­risch gelebt wird.

Ziele
Wir wollen bestehende Koope­ra­ti­ons­struk­tu­ren sicht­bar machen, stär­ken und ausbauen. Der Fokus liegt zunächst auf dem Ansin­nen, zur Gewalt­prä­ven­tion und einer Kultur der Gewalt­frei­heit beizu­tra­gen. Es gilt, die psychi­sche Gesund­heit von Kindern und Jugend­li­chen zu ermög­li­chen und zu stär­ken und die Folgen der sozia­len Krise, die mit der ökolo­gi­schen und der ökono­mi­schen Krise zusam­men­wir­ken, einzu­gren­zen.

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»Was die Sozialwelt hervorgebracht hat, kann die Sozialwelt, mit Wissen gerüstet, auch wieder abschaffen. Eines jedenfalls ist sicher: Nichts ist weniger unschuldig, als den Dingen einfach ihren Lauf zu lassen.«

Pierre Bourdieu, Soziologe und Sozialphilosoph (zitiert aus „das Elend der Welt“/Postskriptum, 1993/1997)